
tief verwurzelt in der französischen kultur lebt das chanson. auch und gerade im vergangenen jahrhundert haben viele vertreter dieses genres großartige lieder geschrieben und gesungen. der text steht in der regel im vordergrund. er beschreibt poetisch die großen gefühle wie liebe und hass, hoffnung und niederlage, ebenso die glücksmomente und widrigkeiten des alltäglichen lebens. manchmal kommt das chanson gesellschaftskritisch daher, oft gewürzt mit einem guten schuß ironie.
in dem programm `hommage à ...` greift `coq au vin` unvergessene chansons von brel, nougaro, brassens, leforestier, barbara, ferré und anderen auf und interpretiert sie erfrischend neu. mit einfühlsamen arrangements und variantenreichen soli unterstreicht der jazzpianist thomas klein die bedeutung dieses wunderbaren genres. die sängerin conny eickhoff interpretiert die chansons, als habe sie sie selbst geschrieben. mal melancholisch, mal dramatisch, dann wieder kokett oder mit derbem galgenhumor singt sie über das leben und die liebe, wie nur eine frau mit erfahrung das kann. ihre dunkel timbrierte, ausdrucksstarke stimme überrascht und geht unter die haut.
ein stück franreich - verpackt in einen konzertabend mit `coq au vin `!